"Intervision, auch Kollegiale Beratung genannt, ist ein Format der Reflexion beruflicher Fragestellungen, bei dem sich Beteiligte meist einer Berufsgruppe gegenseitig nach einem strukturierten Ablauf beraten."
"Im Walde zwei Wege boten sich mir dar und ich ging den, der weniger betreten war - und das veränderte mein Leben."
"Two roads diverged in a wood, and I -
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference."
The Road Not Taken by Robert Frost, 1915
Super- und Intervision bedeutet: Den Zustand einsamer Rumination und isolierender Verunsicherung gegen die gemeinsame Nachdenklichkeit geteilter Verwunderung zu tauschen. In eine Form gemeinsamen Reflektierens zu gelangen bietet die Chance, kritisch, wertschätzend, lösungsorientiert auf das eigene und gemeinsame Handeln sowie auf die umgebenden Systeme und Bedingungen zu schauen. In der kollegialen Fallbesprechung und interdisziplinären Praxisreflexion schmieden wir aus der eigenen Beobachtungsgabe und Wahrnehmungsfähigkeit das schärfste Werkzeug professionellen Handelns. - Den Mut zur kritischen Reflexion aufzubringen, bedeutet immer, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und so den Unterschied zu machen.
"Wir leben in einer Zeit der Unsicherheit – auch und gerade was die Berufschancen betrifft. Ich merke bei vielen Studierenden eine sehr vorsichtige Einstellung: Ein besorgtes Abtasten, um genau herauszufinden, was man von ihnen erwartet, und eine Tendenz, sich anzupassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine pragmatische Einstellung: Es gilt zu erledigen, was man zu erledigen hat, um zu einem Abschluss und hoffentlich zu einem Job zu kommen. Fleiß und Stressresistenz sollen schnell zum Ziel führen. Unterhaltsame Lehre ist als Entspannungsmoment willkommen. Allerdings sind Leidenschaft und wissenschaftlicher Ehrgeiz eine Rarität. Ich kann die Gründe für diese Lage ahnen, aber ich finde es trotzdem schade – es ist irgendwie ein Verzicht auf Lebendigkeit. Mein Tipp wäre also: Finden Sie heraus, was Sie wirklich begeistert und wofür Sie ein Talent haben, seien Sie ehrgeizig, wurschteln Sie sich nicht durch!" Dr. Donata Romizi, Wien 2017
Das berühmte leere Blatt Papier ...
Ob wissenschaftliche Qualifikationsarbeit, ob fertigzustellender Bericht oder eine nicht gelingender Artikel; manchmal kommen wir in die Situation, auf ein leeres Blatt Papier zu starren.
Die Philosophische Praxis ist dem kreativen Arbeiten, dem Studieren, Forschen und wissenschaftlichen Schreiben sehr verbunden. Aus diesem Grunde kann dieser Ort dazu dienen, sich im eigenen Lernen und Arbeiten neu zu orientieren. Insbesondere wenn die Kraft und die Energie immer weniger werden, kann eine Beratung angeraten sein, um neue Ressourcen und neue Wege zu erschließen. In der akademischen Intervision begibt man sich gemeinsam auf die Suche, wohin die Kraft eigentlich geht und wie sie wieder in die gewollte Richtung gelenkt werden kann.
Ich stehe Ihnen gern für alle Anliegen im Zusammenhang mit Studium, Wissenschaft, Universität, Lernen, Lehre und Ausbildung zur Verfügung. Studium und Forschung, Ausbildung und Lehre sind nicht dazu geschaffen, dass wir uns darin einsam fühlen.
"Die Kraft des Geistes: man selbst sein - das heißt spüren und sich eingestehen, was man spürt: die Kraft haben, es durchzusetzen. Niemals der fremden Sensibilität ausgeliefert sein. Das führt zu Zerfaserung, Verwischung,. Wohl aber die fremden Mittel aufnehmen. Zuhören." Paul Valéry
"Die Schwierigkeit besteht darin, abzuweisen, was einen hindert, man selbst zu sein - ohne gleichzeitig das abzuweisen, was einen zwingt, es zu sein." Paul Valéry
"Der Philosoph nimmt in seiner Praxis den Einzelnen in jenem emphatischen Sinn als den Einzelnen, als den ihn Søren Kierkegaard gedacht hat. Vor allem ist er dann nicht ein Fall von... und schon gar nicht der defiziente Modus einer allgemeinen Idee.
Im so zugewandten wie offenen und öffnenden Gespräch mit unserem Gast geht es um Anspruchsvolleres und Schwierigeres: etwa, ihm zu seiner Wirklichkeit zu verhelfen. Seine Wirklichkeit aber ist niemand für sich, es ist die Welt, das Große und Ganze, und das heißt, mit ihr gilt es vertraut zu sein, und wenn nicht zu sein, dann eben zu werden [...]." Gerd B. Achenbach im Gespräch mit Hannes Weinelt