Manches und Mannigfaltiges

Manches und Mannigfaltiges


In diesem Bereich weise ich auf die Arbeit von Kollegen und Kolleginnen hin sowie auf wissenschaftliche und berufspolitische Entwicklungen in der Philosophischen Praxis und Systemischen Therapie.

"Ethische Fragen stellen sich im Gesundheits- und Sozialbereich oft mit besonderer Dringlichkeit. Mit der Einrichtung von Ethikberatung wurden erste Organisationsformen zur Bearbeitung dieser Fragen gefunden. Allerdings fokussieren die etablierten Modelle die "großen" Dilemmasituationen, also den ethischen Notfall vor allem bei medizinisch-therapeutisch schwierigen Entscheidungen.

 

Das Angebot "Ethisch sehen lernen" richtet sich an den Sorge-Alltag. Es geht darum, andere und weitere ethische Fragen mitten in der alltäglichen Sorge-Praxis wahrzunehmen und zu thematisieren (Alltagsethik, Care-Ethik, Fragen des guten Lebens, guter Sorge) und eine präventive Perspektive einzunehmen bzw. eine präventive Ethik zu organisieren – mitten im Alltag der Organisationsroutinen." - In den Projekten „Sorgende Gemeinde im Leben und Sterben“ und „Sterbewelten“ hat Schuchter federführend eine Methodologie der Dispositivanalyse entwickelt. Neben seiner Stelle an der Universität Graz ist er stellvertretender Leiter des Bereichs „Palliative Care“ am Kardinal-König-Haus in Wien.


Rezension in Ethik in der Medizin 32/2020

Rezension bei socialnet.org

Radinger ist Lehrerin, Philosophische Praktikerin und Forscherin in den Bereichen Angewandte Sprachwissenschaften und Philosophischer Praxis. Aktuell beschließt Radinger ein Dissertations-projekt zum Thema „Approaching the study of languaging as a lived philosophical problem: the potential of philosophical practice in applied linguistics and English as a lingua franca research“ an der Universität Wien.

Radinger ist Teil der Forschungsgruppe zu Englisch als lingua franca (ELF) an der Universität Wien und arbeitet als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin im Projekt „Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit. Die rolle philosophischer Reflexion in der Entwicklung von Sorgekultur und Sterbewissen“ (FWF P 35627) an der Universität Graz.


Sandra Radinger im Gespräch mit Cornelia Mooslechner-Brüll

Rieger, Sozialarbeiterin, Wissenschaftlerin und Philosophische Praktikerin betreibt die Philosophische Praxis "Denken & Staunen" und ist für den Vorstand des Berufsverbandes Philosophische Praxis tätig.


Warum der Name "Denken und Staunen"? "Meine Philosophische Praxis hat zum Ziel, mehr Menschen zum Denken und Staunen zu bringen. Mir ist dabei wichtig, dass jede*r direkt Zugang zu den wichtigsten Themen der Praxis bekommt. [...] Staunen ist ursprünglich und meiner Ansicht nach kann jede*r durch Philosophieren ins Staunen geraten: Sei es über die eigene, bislang vielleicht unentdeckte Fähigkeit zum Nachdenken oder aber auch über die spannenden Gedanken der Philosoph*innen."

In der gap sind Philosophinnen und Philosophen zusammengeschlossen, die im Rahmen einer Philosophischen Praxis oder in anderer Form philosophiegestützte Dienstleistungen anbieten und so das theoretische und praktische Potential der Philosophie für Sie im persönlichen, öffentlichen und wirtschaftlichen Leben nutzbar machen.


Die Gesellschaft für angewandte Philosophie eröffnet Dialogräume, schafft Orte zum Philosophieren, gibt Impulse zur Neuorientierung und stärkt so das eigenständige Denken.


Die gap bietet Lektüre zu den verschiedenen Arbeitsbereichen der angewandten Philosophie in einem eigenen Download-Bereich.


Lisz Hirn verbindet Philosophie und Kunst, um diese im Alltag sichtbar zu machen sowie den Dialog in einer globalen Welt zu fördern.


"Im Zentrum der philosophischen Praxis steht die rationale Analyse von Problemsituationen. Die Philosophische Praxis bietet Begleitung auf der Suche nach vernünftigen Lösungen in verschiedensten Lebenslagen. Wesentlich hierfür ist die Unterstützung von Personen bei der Herausbildung und Erweiterung von Lösungskompetenzen, Kommunikations-fähigkeit und zielorientiertem Denken.


Gleichzeitig kann philosophische Praxis die Arbeit von Psychologen und Psychotherapeuten unterstützen und ergänzen. [...] Gearbeitet wird in Kleingruppen oder im Zweiergespräch."


Verein für praxisnahe Philosophie

Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie und am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Philosophische Praktikerin mit eigener Praxis PHILOSKOP seit 2016; philosophischer Salon; Philosophieren mit Kindern; philosophische Wanderungen; Kreis akademisch philosophischer Praktiker_innen (KAPP) und Vorstandsmitglied der IGPP; zahlreiche Publikationen sowie Medienangebote.

Der Begriff "Philosophische Praxis" wurde von Achenbach geprägt. Er legte u.a. die Einführung zur Philosophischen Praxis (2010) vor und beteiligt sich weiterhin wegweisend an der Philosophie der Philosophischen Praxis (2023).


Achenbach steht der Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP) vor, wo vielfältiges Material zu finden ist; auf seinem Youtube-Kanal stellt er zahlreiche Vorträge zur Verfügung.


Interviews sind 2021 bei abenteur philosophie (164/2021) sowie bei DIE ZEIT (15.06.2021) erschienen.

Donata Romizi lehrt u.a. an der Universität Wien und ist wissenschaftliche Koordinatorin des postgradualen Universitätslehrgangs „Philosophischen Praxis“.


Neben zahlreichen Aufsätzen zur (philosophischen) Wissenschaftstheorie legt sie auch Texte zur Philosophischen Praxis vor: Information Philosophie 04/2019. Die Standortbestimmung der Philosophischen Praxis (2019) findet sich auch bei der IGPP zum Download.


Weitere Arbeiten finden sich auf academia.edu [zugangsbeschränkt]

Philosophischer Praktiker, Mediator und Dozent in Leipzig.

Arbeitet mit Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen an existenziellen und gesellschaftlichen Themen.
Veranstalter und Mitorganisator verschiedener Events; darunter
"Leipzig denkt" und "Transformatorenwerk Leipzig".

Setzt wissenschaftliche Schwerpunkte in den Bereichen Dialog, Haltung, Transformation und mediale Handlungsformen, Leiblichkeit, Führungs- und Unternehmensethik und Sozialphilosophie.

Autor von "Perspektiven Philosophischer Praxis. Eine Profession zwischen Tradition und Aufbruch".

Anders Lindseth, norwegischer Philosoph, Professor für praktische Philosophie am Zentrum für praktisches Wissen der Hochschule in Bodø und an der medizinischen Fakultät der Universität Tromsø. Seit 1989 führt er eine philosophische Praxis, seine Tätigkeit reflektiert er in seinem Buch „Zur Sache der philosophischen Praxis. Philosophieren in Gesprächen mit ratsuchenden Menschen“, das 2005 bei Karl Alber/Nomos erschienen ist. Von 1983 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis (IGPP).

Philosophischer Praktiker, Trainer und Systemischer Coach in Österreich; geprüfter Outdoor Trainer, gewerbeberechtigter Lebens.- und Sozialberater, Supervisor sowie auf Professional Level (PCC) zertifizierter Coach der International Coaching Federation (ICF).
Arbeitet zu den Begriffen: Dialog und Trauma.

"Ein Gespräch mit einem Menschen, der nachdenklich zuhört, bewirkt möglicherweise Wunder. Die Wunderwahrscheinlichkeit steigt, wenn der Zuhörer so zuhört, dass ihm während des Gesprächs Ohren hinter den Ohren wachsen - Ohren, die dem Singulären zuhören, die die Besonderheit des Unikats verstehen wollen, ohne dabei fieberhaft nach psychologischen Kategorien oder Diagnosen zu suchen."


Narrative Erkenntnis

Was ist Philosophische Praxis?

Peter Moser für Information Philosophie 1/2007: "Berufsfeld philosophische Praxis. Über verschiedene Versuche, eine Ausbildung zum philosophischen Praktiker bzw. Praktikerin anzubieten."


Mehr zur Geschichte der Philosophischen Praxis ist bei der IGPP zu finden.

Donata Romizi für Information Philosophie 4/2019: "Philosophische Praxis - Eine Standortbestimmung."

Konrad Paul Liessmann an der Universität Wien zur Einführung der akademischen postgradualen Weiterbildung (2014). Nach wie vor die "erste und einzige universitäre (Aus)Bildung zur Philosophischen Praxis im deutschsprachigen Raum".


Der Universitätslehrgang „Philosophische Praxis“ bietet auf seiner Website Material an; z.B. Stimmen der aktuellen Teilnehmer*innen sowie Lehrende, die über den Lehrgang erzählen. 


Gerd B. Achenbach: Kurzgefasste Beantwortung der Frage: Was ist Philosophische Praxis?


Achenbach stellt umfangreiches Material, Medien und Texte auf seiner Webpage achenbach-pp.de zur Verfügung.

Theorie der Praxis, Praxis der Theorie

"Mit gebührendem Ernst aber und nicht zuletzt ist zu bemerken, daß die Philosophische Praxis in zunächst philosophiefernen aber praktisch engagierten, wissenschaftlich ambitionierten Kreisen Aufmerksamkeit findet, etwa dann, wenn es darum geht, den beratenden Berufen eine philosophische Fundierung zu schaffen, oder ins Gespräch mit psychotherapeutischen orientierten Praktikern kommt.


Vor allem aber wird die Bedeutung der Philosophischen Praxis inzwischen zunehmend in ärztlichen Kreisen wahrgenommen, wo Zweifel an der ins 19. Jahrhundert fallenden naturwissenschaftlichen Wende aufkommen und sich im Zuge dessen erneut ein nachdrückliches Interesse an der Philosophie in praktischer Absicht meldet."


Gerd B. Achenbach, Präludium Zur Philosophie Philosophischer Praxis, erschienen 2023 in "Philosophie der Philosophischen Praxis. Einführung", S. 9

"Die philosophische Praxis bietet einen Raum des Nachdenkens über uns selbst, unsere Lebenssituation und über den Umgang mit anderen Menschen und Dingen, die uns beschäftigen.


Schwierige Lebenslagen, Konflikte oder drängende Fragen beeinträchtigen und hemmen uns oftmals in unserer Entwicklung und nicht selten schon in unseren alltäglichen und selbstverständlichen Lebensvollzügen. Wir treten auf der Stelle, stecken fest, fühlen uns fremd und verwirrt und quälen uns, ohne uns im eigentlichen Sinne als krank oder gestört zu empfinden.


Im Rahmen der philosophischen Beratung eröffnet sich die Möglichkeit, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen, inneren Abstand zu sich selbst zu finden, sich mit anderen zu besprechen, ohne behandelt oder belehrt zu werden. Sich auf das Leben und Handeln zu verstehen, erfordert individuelle Klärung und Grundorientierung.


Lösungen – so es sie geben kann – liegen in uns selbst. Hilfe ist hier mehr denn je Hilfe zur Selbsthilfe. Zugleich liegt in der Philosophie als Lebensform und -kunst ein Schatz von Anregungen und Impulsen, den jeder – im Blick auf seine persönliche Geschichte – neu und anders für sich nutzen kann."

Philosophischer Praktiker, Trainer und Systemischer Coach in Österreich; geprüfter Outdoor Trainer, gewerbeberechtigter Lebens.- und Sozialberater, Supervisor sowie auf Professional Level (PCC) zertifizierter Coach der International Coaching Federation (ICF).
Arbeitet zu den Begriffen: Dialog und Trauma.

"Ein Gespräch mit einem Menschen, der nachdenklich zuhört, bewirkt möglicherweise Wunder. Die Wunderwahrscheinlichkeit steigt, wenn der Zuhörer so zuhört, dass ihm während des Gesprächs Ohren hinter den Ohren wachsen - Ohren, die dem Singulären zuhören, die die Besonderheit des Unikats verstehen wollen, ohne dabei fieberhaft nach psychologischen Kategorien oder Diagnosen zu suchen."


Narrative Erkenntnis

Das Journal of Systemic Therapies (Vol. 28, No. 1, 2009, pp. 1–18) stellt ein Interview mit Michael White zur Verfügung, einem Wegbereiter und Vordenker des narrativen Ansatzes. Eine Methode und mehr noch eine Haltung des beraterisch-therapeutischen Handelns, welche zunehmend an Bedeutung gewinnt.


Schriften von Michael White sind auf Deutsch bei Carl Auer erschienen.

Systemische Therapie wird auch für Kinder und Jugendliche eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (Januar 2024)


Systemmagazin berichtet (externer Link)


Dort zu lesen:

Dr. Monika Lelgemann: „Die Ausrichtung der Systemischen Therapie eignet sich aufgrund der Einbeziehung des sozialen Umfelds insbesondere für Kinder und Jugendliche. Vor dem Hintergrund der zuletzt während der Corona-Pandemie deutlich gestiegenen Häufigkeit psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen begrüßen wir, dass mit der Systemischen Therapie nun eine weitere passgenaue psychotherapeutische Behandlungsform zur Verfügung steht.“

Thomas Fuchs hat 2023 ein neues Buch bei Kohlhammer vorgelegt und begründet darin ein neues Paradigma. "Beziehungsmedizin" formuliert ein gleichermaßen ökologisches wie integratives Paradigma.


Klappentext: "Der Psychiatrie und der psychosozialen Medizin insgesamt fehlt erkennbar ein integratives Paradigma, das in der Lage wäre, phänomenologische, neurobiologische, psychodynamische und sozialpsychiatrische Ansätze zu einer übergreifenden Konzeption psychischer Störungen zu verknüpfen. Das häufig herangezogene biopsychosoziale Modell ist dringend revisionsbedürftig, da es die neueren kognitionswissenschaftlichen Theorien des Embodiment und des Enaktivismus nicht mehr aufgegriffen hat. Auf der Basis des Verkörperungsparadigmas und des Gehirns als Beziehungsorgan entwirft der Autor eine ökologische Konzeption, die die Psychiatrie als Beziehungsmedizin neu begründet: als die Wissenschaft und Praxis von biologischen, psychischen und sozialen Beziehungen, ihren Störungen und ihrer Behandlung."

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